Donnerstag, 21. April 2016

1200 Höhenmeter, 19.4km, 9 Stunden - TONGARIRO CROSSING

Das Tongariro Crossing ist die beliebteste Tageswanderung Neuseelands und jährlich laufen 60000 bis 70000 Trekker die Wanderung. Am Mittwochmorgen sind wir um kurz nach 5 Uhr aufgebrochen in Richtung Tongariro Nationalpark. Nach 40 Minuten Fahrt erreichten wir einen Parkplatz und haben in Ruhe unseren Rucksack fertig gepackt. Nun hatten wir noch 20 Minuten Zeit und dann ging unser Shuttel los. Wir haben nämlich am Tag zuvor ein Shuttlebus gebucht, der uns um 6.30 Uhr vom Ende des Crossings, wo wir unser Auto geparkt hatten, zum Anfang bringt. Langsam guckten wir uns schon mal um, wo das Shuttle denn abfährt und haben eine Frau um Hilfe gefragt. Die Frau vom Sicherheitsdienst hat uns dann erklärt, dass wir falsch sind und auf einen anderen Parkplatz müssen. Schnell haben wir alles zusammen gepackt und haben uns auf den Weg zum anderen Parkplatz gemacht. Gerade noch rechtzeitig sind wir am richtigen Parkplatz angekommen und haben den Shuttlebus bekommen. Gegen 7.30 Uhr haben wir dann das Crossing gestartet. Die Landschaft war echt spektakulär und außeridisch. Der Weg geht vorbei an drei rauchenden Vulkanen, einen Krater, skurrilen Steinformationen,Geröllhängen und drei leuchtend gefärbten Seen. Nach ca. 2 Stunden angenehmen wandern kann man einen zusätzlichen Aufstieg zum Schicksalsberg machen, der ca.3 Stunden länger dauert und deutlich anspruchsvoller ist. Nach kurzem Überlegen haben wir uns an den Aufstieg zum Schicksalsberg gemacht. Wir sind jedoch nicht ganz hoch gegangen, weil ich zu starke Höhenangst hatte. Aber wir waren nah dran an der Spitze und hatten von dort aus einen schönen Überblick über den Tongariro Nationalpark. Nach dem wir wieder auf dem normalen Weg angekommen waren hatten wir den wohl anstrengendsten Teil vor uns - den Aufstieg zum Red Crater. Auf beiden Seiten ging es steil herunter und wegen meiner Höhenangst ging es teilweise nur sehr langsam vorran. Oben angekommen hatten wir eine herrliche Aussicht auf die Vulkanlandschaft und haben dort unsere kleine Mittagspause gemacht. Nach der Mittagspause führte der Weg direkt am Krater vorbei, was echt beeindruckend war. Nun ging es an den Abstieg. Der Abstieg war gar nicht so einfach denn es war kein richtiger Weg und man rutschte vorsichtig einen Abhang aus feinem Geröll hinunter. Der Ausblick auf die türkisfarbenen Seen war atemberaubend. Nach den Seen ging es dann noch entspannte 11 km bis zum Parkplatz. Am Parkplatz angekommen habe ich dann mal auf unserem Handy die zurückgelegte Strecke gecheckt und wir sind nicht nur 19,4km gelaufen ( die Normale Stecke vom Tongariro Crossing), sondern 30,4km!! Erschöpft von den ganzen Kilometern hatten wir keine Lust mehr zu kochen und sind erst einmal zu Burger King gefahren und haben Burger gegessen. Das Tongariro Crossing war echt sehenswert und hat Spaß gemacht. Wir hatten perfektes Wetter und es waren verhältnismäßig nicht sehr viele Wanderer unterwegs. Das Alpine Crossing ist für furchtbar schlecht ausgerüstete Wanderer berüchtigt und auch wir haben einige gesehen.

Am Donnerstag haben wir aufgeräumt und uns ausgeruht. Nachmittags sind wir dann in Richtung New Plymouth gefahren. Es war schon Dunkel als wir in Richtung Campingplatz gefahren sind. Unser Navigationssystem hat uns ziemlich falsch geleitet und so sind wir stundenlang im Dunklen auf einem sehr hügligen Ackerland von einem Milchbauern umhergeirrt auf der Suche nach unserem Campingplatz. Zum Glück haben wir dank Google Maps später dann doch noch unseren Campingplatz gefunden. Heute ist großer Waschtag bei Dome und ich bin in die Bibliothek gefahren um den Blogeintrag zu schreiben. Heute Abend fahren wir weiter in Richtung New Plymouth.

Liebe Grüße Dome und Marianna





Red Carter


Die drei Schwefelseen

Der Schicksalsberg
 

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